Transfektionsmarkt und Kundenprobleme

15.07.2015

Als Gentransfer, häufig auch Zelltransfektion genannt, wird die Übertragung von Nukleinsäuren (DNA oder RNA) in Zellen bezeichnet. Wird eine Zelle mit einer Plasmid-DNA, die ein einen gewünschten Genabschnitt („gene of interest“) trägt, transfiziert, kommt es zur Überexpression dieses Genes. Dies führt zu einer erhöhten Menge des „Genproduktes“ in der Zelle, so dass die Genfunktion näher untersucht werden kann. Zusätzlich zu dieser „gain-of-function“-Transfektion, können auch „loss-of-function“-Methoden durch Transfektion von siRNA-Molekülen (short interfering RNA) genutzt werden. Die siRNA-Transfektion führt dabei zur Inaktivierung der endogenen Gen-Transkripte (mRNAs), die komplementär zur transfizierten siRNA sind. Diese „gain-„ und „loss-of-function“ Transfektionsmethoden sind nicht nur Grundlage zum Verständnis grundlegender Genfunktionen, sondern dienen in der Biotechnologieindustrie auch zur Entwicklung von Zellen mit maßgeschneiderten Funktionen. Dementsprechend nutzen über 90% der biologischen Labore in Forschungsinstituten und Unternehmen routinemäßig Zelltransfektionen. Darüber hinaus ist die in-vivo-Transfektion ist ein vielversprechendes Gebiet für Gentherapie und erhebliche Anstrengungen wurden unternommen, um neue virus-freie Reagenzien zu entwickeln, die in klinischen Studien eingesetzt werden können.

 

Die häufigsten Probleme bei der Anwendung von Zelltransfektionen sind:

  • geringe Effizienz: Viele Zelllinien, die verwendet werden, werden nur schlecht mit den bestehenden Reagenzien transfiziert.

  • hohe Toxizität: Die Transfektion von Zellen ist mit Zellstress und somit mit Toxizität verbunden. Die richtige Balance zwischen einer effizienten Transfektion und geringer Toxizität zu finden, gestaltet sich meist als schwierig.

  • zu viele verschiedene Anwendungen: Fortschritte in vielen unterschiedlichen Forschungsfeldern sorgt für einen Bedarf an neuen Transfektionsreagenzien. Aufgrund sehr unterschiedlicher Zelleigenschaften und Kulturbedingungen, gibt es derzeit kein Reagenz, welches für alle Zelltypen und Anwendungen gleich erfolgreich verwendet werden kann.

  • zu viele allgemeine Produkte, die nicht den Kundenanforderungen entsprechen: Die meisten Transfektionsreagenzien sind für ein breites Anwendungsspektrum ausgerichtet anstatt auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der Kunden einzugehen. Dies führt zu Verwirrung bei der Auswahl eines Transfektionsreagenzes für neue Anwendungen.

  • Mangel an Ressourcen für die Kunden: Den Kunden fehlt in der Regel der Zugriff auf Ressourcen und Technologien, die die Identifizierung zugeschnittener Reagenzien  ermöglichen würden.

  • hohe Kosten: Transfektionsreagenzien sind teuer, im Durchschnitt 400 € per mL.

 

Hier können Sie mehr Informationen über neuartige ScreenFect® Transfektionsreagenzien finden, die die Bewältigung der oben genannten Probleme adressieren.

 

empty